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Malaysia - Magisches Süd-Ost-Asien

Von Hamburg geht es mit einem endlosen Flug über Amsterdam mit KLM nach Kuala Lumpur. Hier haben wir eine Nacht in einem grossen Hotel in der Nähe des Flughafens Zwischenstation eingelegt. Am nächsten Morgen brachte uns ein Taxi zum Domestic Airport. Hier sah es deutlich wuseliger aus, da dieser Flughafen den national Flugverkehr abdeckt. Wir hatten etwas Mühe, unser Gate zu finden. Es sollte mit AirAsia weitergehen. Dies ist eine malaysische Low-Cost-Airline. Es standen bestimmt 50 Maschinen auf dem Rollfeld.

 

In Langkawi gelandet übernehmen wir einen Proton als Mietwagen aus malaysischer Produktion. Er wird uns immer sicher über die Insel transportieren. Wir hatten in der Nähe des Flughafens ein Zimmer im 4-Point-Sheraton gebucht. Es handelt sich um ein Budget Hotel der Starwood Gruppe, die Zimmer sind sehr geräumig, alles ist sauber und ordentlich. Vor der Reise hatten wir uns mit diversen Flüssigkeiten gegen die malaysischen Mücken versorgt und auch leichte weisse langärmelige und -hosige Kleidung mitgenommen. Das war jedenfalls die Empfehlung diverser Foren und Reiseführer. Nun, wir haben die überwiegende Anzahl der Leute kurzärmelig und in Shorts gesehen. Und ich glaube die meisten von denen sind immer noch am Leben. Was soll's, wir sind halt auf Nummer sicher gegangen. Es ist Linksverkehr hier auf der Insel, aber das ist mit der hier üblichen Automatik kein Problem.

Bei der ersten Rundfahrt stellte sich bald ein gewisses Südsee-Feeling ein. Die Insel lebt hauptsächlich vom Tourismus. Man wird hier selten auf die Hektik des geschäftlichen Alltags stossen. Am Nachmittag gönnt man sich einen Snack (Kaffee und Spiesse) und abends den Sonnenuntergang am Hafen. Die Brillen-Languren trifft man überall auf der Insel, sie treten in kleineren oder grösseren Scharen auf. Sie sind nicht gefährlich, wir haben aber trotzdem immer eine gewisse Distanz gehalten.

Abends im Hotel in der Lobby wurden wir Zeuge einer Geburtstagsfeier einer grossen Familie. Prompt lud man uns zu Kuchen und Sekt ein. Die hatten wahrlich genug davon dabei und haben gerne mit uns geteilt. Zum Frühstück sind wir meistens in den Nachbarort gefahren. Dazu musste man um den Flughafen herumfahren, dessen Landebahn nahezu direkt ans Meer reichte. Der Ort bot genügend Kaffee-Shops und Lokale an, teilweise direkt am Meer bzw. am Strand. Wir haben bald "unser" Cafe gefunden, wo wir nette Bedienung fanden und das Frühstück à la carte für uns passte. Die Atmosphäre war entspannt und so konnte man in den Tag gleiten.  

Und wieder geht es hinaus in die Natur und die kleinen Affen sind nicht weit entfernt. An einem der kleinen Bäche haben wir uns eigentlich ein bisschen wie im Paradies gefühlt, wenn da nicht eine PET Flasche gelegen hätte. Nach einer kleinen Stärkung (ohne Affen) ging es weiter zum Machincang Cambrian Geoforest Park. Die Berge zählen zu den ältesten in Südostasien und Malaysia aus einer Epoche von vor etwa 550 Mio Jahren. Man nimmt eine Seilbahn und kann über eine Zwischenstation auf 650 m weiter bis auf den Gipfel fahren. Die Anlage ist alleine schon beeindruckend und dann sieht man die Sky-Bridge, die man in die Gipfel der Berge gebaut hat. Sie ist in ihrer Gestaltung so grazil gemacht, daß sie die Szene überhaupt nicht beeinträchtigt. Leider war sie gesperrt. So konnten wir ihre Form nur aus der Distanz bewundern. Der Blick von hier aus reicht je nach Wetterlage bis nach Thailand oder ins südöstliche Indonesien.

Die Talstation dieser Seilbahn befindet sich in einer Anlage, In diesem Park wurde für Touristen ein Oriental Village angelegt. In diesem Village befindet sich zahlreiche Attraktionen unter anderem das Anjung Spa. Es handelt sich um eine Fish Spa Therapie. Dazu setzt man sich auf den Seitenrand eines flachen Pools und hält den oder die Füsse ins Wasser. Ich fand das nur gruselig und habe die Fische in Ruhe gelassen. Die Anlage ist angelegt wie ein kleiner Freizeitpark und es macht Spass sich dort eine Zeit lang aufzuhalten. 

Zur Abendstimmung ist es hübsch im Hafendorf Pantai Kok, wir haben uns allerdings auch gerne in unserem "Frühstücksdorf" in der Nähe des Hotels aufgehalten. Hier gibt es einen Strand, an dem wir gerne in einem der Restaurants zum Sonnenuntergang gegessen haben. Das ergab für uns das echten Südsee-Flair, so kitschig sich das auch anhört. Aber für uns verfrorene Norddeutsche sind das Gelegenheiten, die man nicht genug geniessen kann.

Wir haben uns zeitweise ohne Planung und ohne Ziel einfach treiben lassen. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, für eine Mahlzeit gelegentlich eines der guten Hotels aufzusuchen, da sich diese Häuser meistens an sehr guten Lagen befinden und man in der (Strand-) Bar von der Snack-Karte sehr gut und preiswert essen kann. Dieses Mal haben wir zum Lunch das Westin Hotel aufgesucht, das eine Terrasse mit einer sehr schönen Aussicht hat.

An diesem Abend haben wir einen Abstecher in das The Dan Resort gemacht. Es liegt direkt am Strand und hat ein interessant gestaltetes Restaurant. Wir fanden die Atmosphäre im Sonnenuntergang recht romantisch. 

Nach diesem Genusstag haben wir einen Ausflug unternommen in den Kilim Geo-Forest Park im Norden von Langkawi. Dies ist ein Stück fantastischer Natur mit Mangroven-Wäldern und Höhlen. Wir haben für die Tour in die Mangroven natürlich ein Boot mit einem Skipper gebucht, der uns zu den Punkten geführt hat. Die Fahrt durch die Mangroven hat mich sehr beeindruckt. Dabei ging es in eine Bucht, in der verschiedene Segelyachten vor Anker lagen. Einigen Yachten konnte ich ansehen, dass sie nicht nur vor Anker lagen, sondern eher gestrandet waren und die Eigner, aus welchen Gründen auch immer, die Reise beendet hatten. Der Skipper erwähnte einige Geschichten dazu. Zu dieser Tour gehört ein Besuch in eine Fledermaus-Höhle, zu der man mit Taschenlampen ausgestattet wird. Und nicht zu vergessen, die Echse, die wir am Ufer sehen konnten. Zum Abschluss der Tour kann man die kleinen Becken einer Fischfarm besichtigen. Dort schwammen Mantas herum, die sehr zutraulich waren. Ich habe aber auf direkten Kontakt verzichtet. Dieser Park hat unseren  verdient

Ein Teil der Tour geht durch ein Gebiet, in dem man frei fliegende Adler beobachten kann. Der Skipper lockt sie mit etwas Futter an, so dass sie richtig nah herankommen. Das ganze wirkt etwas einstudiert ist aber sehenswert.

Unser letztes Ziel auf Langkawi war der Gunung Raya, die höchste Erhebung auf dieser Insel. Eine 13 km lange Strasse schlängelt sich zur Spitze. Leider war es an diesem Tag sehr diesig, so dass die Sicht nicht optimal war. Trotzdem haben wir das "kitschige" Dinner abends an unserem Strand wieder genossen. 

Noch ein Tipp am Rande für Kunstinteressierte. Wir machten kurzen Halt in der Pardana Gallery. Die Gallery wurde von Dr. Mahathir bin Mohamed initiiert, der von 1981 bis 2003 Premierminister war. Die Geschenke, die er und seine Frau bei Besuchen von anderen Regierungsvertretern erhalten haben, werden hier ausgestellt. Eine sehr vielfältige Sammlung, die es wert ist, besichtigt zu werden.

Nun ging es zurück zum Festland nach Kuala Lumpur. Wir hatten geplant, noch 2 Tage vor unserer Rückreise nach Europa hier zu verbringen. Dafür hatten wir uns eine besondere Location ausgesucht. Wir haben uns daher für einen Aufenthalt im Ritz Carlton Hotel entschieden. Als Sahnehäubchen hat man uns eine Suite gegeben. So fing uns das pulsierende Leben dieser Metropole schnell wieder ein.

Leider wurde bereits an diesem Abend der Aufenthalt durch eine Nachricht überschattet, die wir auf Langkawi nur am Rande mit bekommen hatten. Hier traf sie uns jedoch direkt. Es ging um das spurlose Verschwinden des Fluges MH370 von Kuala Lumpur nach Peking, das bis heute nicht aufgeklärt ist. Wir sahen in der gesamten Stadt Displays und Botschaften. Es war zufälligerweise der gleiche Flugzeugtyp, mit dem wir her geflogen waren und mit dem wir auch zurückfliegen wollten. Es ist ein Unterschied, ob man so eine Nachricht aus der Entfernung im TV sieht oder vor Ort hautnah mitbekommt. Im Wikipedia findet sich eine umfangreiche Abhandlung über die Geschehnisse bis heute.

Für den nächsten Morgen war eine Rundfahrt mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus geplant. Beim Einsteigen haben wir einen Mundschutz mitbekommen. Zuerst wussten wir nicht so recht etwas damit anzufangen. Wir haben die Rundfahrt zwar genossen obwohl der Himmel sehr grau war. Seltsamer Weise wurden wir während der Rundfahrt sehr müde. Am Jetlag konnte es nicht liegen. Die Luft war irgendwie seltsam. Also stiegen wir aus dem Bus aus und haben sehr gute Sushi in einem Restaurant in einer mall gegessen. Dort ging es auch mit der Luft wieder besser. Anschliessend war ein Besuch der Petronas Towers geplant. Eigentlich ein Muss in dieser Stadt! Wir gingen wieder heraus und uns stockte der Atem. Wir standen vor den Towern, sahen aber nur gut zwei Drittel davon. Der Rest war im dichten Qualm verschwunden. Ja, ganz richtig, es war Qualm und es roch nach.... Feuer. Also haben wir die Flucht ergriffen und sind auf zur nächsten Mall. Dort trafen wir 2 deutsche Studentinnen, die ebenso völlig entsetzt waren. Und dann schwante uns: die Haze hatte Kuala Lumpur erreicht. Wer unseren Bericht von Singapur gelesen hat, wird sich vielleicht erinnern, das wir uns auf der Plattform des Marina Bay Sands Hotel über die milchige Aussicht gewundert haben. Die Haze kommt von den Brandrodungen der Wälder in Indonesien, um Platz für Ölpalm-Plantagen zu schaffen. Auf jeden Fall war es nahezu unmöglich für uns, sich auf offener Strasse aufzuhalten. Wir haben uns in unser schönes Hotel zurückgezogen und abends dort auch gegessen. Unglaublich was die Bewohner aushalten müssen. 

Am nächsten Tag ging es mit dem Taxi zum Flughafen, durch die Haze waren die Strassenlaternen am Flughafen kaum zu erkennen. Beim Einchecken und später beim Einsteigen war uns dann schon etwas mulmig zu Mute, da Flug MH370 nach wie vor spurlos verschollen war

Die ASEAN Staaten haben aber inzwischen etwas gegen die Haze unternommen, da dieses Phämomen natürlich Einfluss auf die Lebensqualität der Bewohner und den Tourismus hat. Wir wollen gerne wieder kommen, weil wir glauben, dass wir den Charme und die Facetten dieser Stadt nicht so erlebt haben, wie sie es verdient hätte. 

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