Rumänien

Seid Ihr sicher?

So die einhelligen Fragen von Freunden und Bekannten, als wir unser Reiseziel für den Herbst bekannt gaben. Ralf hatte das Land während mehrer Geschäftsbesuche in Bukarest schon gesehen. Daher war wir jetzt neugierig, wie es im Lande aussieht. Die Namen Karpaten, Siebenbürgen, Roma und Zigeuner sind wohl die Begriffe die als erstes erscheinen, wenn man sich mit dem Land befasst. Der erstere von der berühmten Filmgestalt, was sich natürlich alles als reines Märchen darstellt.Wir finden, es wird dem Land in keiner Weise gerecht, es auf diese Begriffe zu reduzieren. Diese 1. Reise war für uns zum Einstimmen auf Land und Leute gedacht. Blue Air brachte uns in wenigen Stunden von Hamburg nach Bukarest. Es war schon nach Mitternacht, als wir im Marriott Hotel ankamen. Ich staunte nicht schlecht über das imposante Hotel und unser tolles Zimmer.

  

Am nächsten Morgen ging es mit dem Taxi zum Flughafen zurück, um unseren Mietwagen, einen fast neuen Opel Astra abzuholen.

Wir machten uns auf den Weg in die Kaparten, in den Ort Sinaia, ca. eineinhalb Stunden von Bukarest entfernt.

Dort hatten wir in einem Waldhotel ein Zimmer gebucht für die nächsten 3 Nächte.

Das Schloss Peles (peles.ro), nach dem Vorbild des Schlosses Sigmaringen errichtet, ist nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt. Eine Führung lohnt sich auf jeden Fall!!!

Besonders unsere abendlichen Spaziergänge am beleuchteten Schloss vorbei, Hundegebell im Hintergrund, haben sich in meine Gedanken, eingegraben. Die Atmosphäre war bizarr schön, auf einem spärlich beleuchteten Weg durch den Wald zu laufen und das illuminierte Schloss zu bewundern.

Ein Stückchen weiter hinter dem Schloss befindet sich dann ein Torbogen, wenn dieser durchquert ist, hat man die Auswahl, von verschiedenen Restaurants.

Mit der Seilbahn ging es von Sinaia hinauf

Den ersten Schnee erlebten wir im Oktober auf dem Gipfel

Besonders gut hat es uns in Zabala gefallen. Wir wohnten in Count Mikes Maschinenhaus und genossen dort zwei Tage das gute Essen und die zauberhafte Umgebung.

Die zweite Rumänien-Reise

Wir flogen wieder mit Blue Air, doch dieses Mal ging es nach Cluij Napocka (Klausenburg).

Unbedingt besuchen sollte man von dort aus TURDA, das Salzbergwerk, mit seinem unterirdischen See, dem Riesenrad und dem Panorama-Aufzug.

Zwei sommerliche Abende verbrachten wir abends auf dem Marktplatz im Städtchen Sighisoara (Schässburg). Schöne Restaurants, gute Atmosphäre und ein Hauch von Rotenburg auf der Tauber.

Mein persönliches Highlight war jedoch der Aufenthalt im Parcul National Piatra Crailui.

Wir wohnten in einem schönen Chalet (Samedru) mit herrlichem Ausblick und guten Wandermöglichkeiten.

An einem frühen Abend ging es mit dem Förster in ein Tal zur Beobachtung von Bären von einem Hochsitz aus. Es war nicht ganz einfach, vor Ort an diese Führung zu gelangen, aber es hat sich gelohnt. Hier sind die Bären in freier Wildbahn unterwegs, sie befinden sich nicht in einem Gehege. Man braucht also etwas Geduld, bis sie sich auf der Lichtung tümmeln. Der Ranger legt vorher etwas Essbares aus, das die Bären über weitere Entfernung wittern. Man sollte aber die Kamera auf absolut lautlosen Betrieb stellen. Kamera vorher aufladen, damit genug Kapazität für das Filmen vorhanden ist. 

  

Ein Highlight ist auch Biertan, die schönste Wehrkirche der Siebenbürgener Sachsen.

Als eine besondere Begegnung haben wir den Besuch eines kleinen Strassen-Marktes empfunden, der uns durch eine grosse Auswahl von Gegenständen aus Kupfer für den Haushalt auffiel. Wir konnten nicht anders und sind angehalten, um uns das "Sortiment" näher zu betrachten. Er wurde anscheinend von einer Roma-Familie betrieben, wo jedes Familien-Mitglied seine eigene Funktion hatte. Auf Anhieb fiel uns ein kleiner Kupferkorb mit Messing-Henkel ins Auge. Sofort kamen wir mit dem Herrn der Familie in Kontakt, der unser Interesse direkt wahrgenommen hatte. Nun ging es los: wie wird man sich einig, ohne das man sich unterhalten konnte? Ich bekam ein Heft und eine Bleistift in die Hand und sollte ein Angebot eintragen. Ich habe das Heft zurückgegeben und ihn aufgefordert sein Angebot abzugeben. Jetzt waren wir mitten im Handel. Er schrieb eine Zahl auf, ich schrieb meine Zahl darunter, dann antwortete er mit dem nächsten Preis. So ging es eine Weile hin und her und auf wundersame Weise kamen wir zu einer Übereinstimmung, wurde also handelseinig. Gerade als unser "Vertrag" stand, kam die Frau dazu und deutete auf den kleinen Sohn, der hinter dem Regal auf dem Rasen hockte und den Korb polierte. Wir haben bezahlt und unseren Korb erhalten. Es ist eine interessante Variante, zu einer Einigung zu kommen, ohne den Preis vorher zu kennen. Man muss hier sehr deutlich klar machen, was einem das Geschäft wert ist und das man nicht zu jedem Preis kauft. Auf der anderen Seite fällt es sofort auf, wenn man unsicher ist. Dann zahlt man wahrscheinlich mehr als einem lieb ist und mag den Kauf hinterher bereuen. 

Wir haben in Siebenbürgen auf dem Lande ausserhalb der grösseren Städte recht viel Pferd und Wagen gesehen. Mir schien dies nicht unbedingt das Zeichen von einer erlittenen Armut, sondern einfach der soziale Standard zu sein. Die Wagen wurden von jung und alt gesteuert und es wirkte als völlig normales Transportmittel für Personen oder Waren. Es war offensichtlich die verfügbare und erschwingliche Logistik, die man sich leisten konnte. 

Die historische Altstadt von Sibiu (Hermannstadt) hat das grösste mittelalterliche Städte-Ensemble Rumäniens. Hermannstadt ist eines der religiösen Zentren der Orthodoxen Kirche. Davon zeugt die Kathedrale "Heilige Dreieinigkeit". Der grosse Marktplatz lädt tagsüber ebenso wie abends zum Verweilen ein. Es ist eine Freude abends in einem der Restaurants am Platze zu sitzen und beim guten Essen dem Treiben auf dem Platz zu zu sehen.

Wie haben wir uns bewegt und orientiert?

Wir konnten das mobile Internet ausgiebig nutzen. Unser Vodafone Euro-Flat hat gut funktioniert. Das Ipad haben wir mit der Partnerkarte direkt ins 3 oder 4 G-Netz eingebunden. Sabine konnte parallel das Iphone mit der Hauptkarte nutzen. Das hatte den Vorteil, das wir das Mietauto ohne GPS buchen konnten. Mit dem grossen Display vom Ipad lässt sich bequem navigieren.

 

Sehr eindrucksvoll ist die Transfogarascher Hochstraße zu befahren und sich den Balea Lac in 2034 m Höhe anzuschauen oder mit der Seilbahn zum Balea Wasserfall hinauf. Wir haben die Straße mit einer Übernachtung befahren und haben uns noch die Fürstenkirche in Curtea de Arges angeschaut.

Bukarest: Dorfmuseum (Muzeul Satului) im Herastrau Park

 

Palamentspalast des Diktators Ceausescu, die obligatorische Führung muss man vorab buchen (lassen) 

Danach einkehren im Restaurant Casa di David direkt am Herastrau See in der Nähe des Botschaftsviertels. 

Palatul Primaverii oder Springpalace im Botschaftsviertel, wir würden es als Residenz des damaligen Präsidenten Nicolae Ceaușescu bezeichnen. Ein groteskes Anwesen aber trotzdem sehenswert. Die Führung ist empfehlenswert  

 

 

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