Vietnam - Beeindruckend und Mystisch

Wir hatten diese Reise ausgesucht, weil wir die Prämien-Meilen von Miles and More in der Business-Class für einen Flug mit Turkish-Airlines nach Hanoi einsetzen konnten. Obwohl also Hanoi ursprünglich nicht direkt als Ziel geplant war, haben wir es jedoch im Nachhinein sehr genossen. Die Nachrichtenlage im Vorfeld hinsichtlich der türkischen Politik wurde immer aufgeregter. Wir haben aber beschlossen, uns nicht nicht nervös machen zu lassen. Am 1. Weihnachtstag ging es also von Hamburg erst einmal mit dem Zubringer-Flug Richtung Istanbul. Und schon hier erschien kurz nach dem Start der Chef de Cuisine und fragte nach unseren Menü-Wünschen. Der ganze Service war sehr charmant. Da wussten wir, dass wir die richtige Linie gewählt hatten. 

 

In Istanbul staunten wir nicht schlecht über den quirligen Flughafen und noch mehr über die riesige Business-Lounge. Dank der Business-Tickets konnten wir in der Lounge die Wartezeit bis zum Weiterflug nach Hanoi sehr angenehm überbrücken. Die Speisen-Auswahl ist international ausgerichtet und lässt keine Wünsche unerfüllt. Danach ging es ins Bett über den Wolken. An Bord wurde uns nach einem Mitternachts-Menü buchstäblich das Bett gemacht. 

Vom Flughafen aus ging es in die quirlige Innenstadt in unser kleines Stadthotel. Abends sind wir durch das leuchtende Hanoi gewandert und per Rikscha im ersten Haus am Platz gelandet. In der Garten- bzw. Poolbar sind wir zum Cocktail mit zwei japanischen Geschäftsleuten ins Gespräch gekommen und so wurde es ein interessanter Abend.

   

 

Am nächsten Tag haben wir die Stadt bei Tageslicht erkundet. Es gibt in der Altstadt die vielen kleinen Handwerker-Läden, wo der gesamte Haushaltsbedarf hergestellt wird. Man kommt aus dem Entdecken und Staunen nicht heraus. 

Am Nachmittag besuchten wir eine Gedenkstätte, die man auf jeden Fall in das Besuchsprogramm nehmen sollte. Das Gefängnis wurde 1904 von den Franzosen errichtet um vietanamesiche Freiheitskämpfer zu inhaftieren. Während des Vietnamkrieges diente der Komplex als Gefängnis für amerikanische Kriegsgefangene. Es von den US-Soldaten damals zynisch als Hanoi-Hilton bezeichnet und war eines der berüchtigten Gefängnisse in dem die gefangen genommenen US Soldaten inhaftiert waren. Ein noch heute sehr bekannter Insasse war der Senator McCain, der in den See im Zentrum von Hanoi abgestürzt war und trotz heftiger Verletzung brutal aus dem See gezogen und in das Gefängnis gebracht worden war. 

Für unser nächstes Ziel mussten wir einen der kleinen Reisebusse benutzen. Er brachte uns an die See in einen kleinen Kreuzfahrthafen. Von hier ging es mit einem Cruiseschiff in die weltberühmte Halong-Bay. Wir hatten eine 2-tägige Tour mit 1 Übernachtung an Bord gebucht. Diese Bucht ist eigentlich eine Gruppe von kleinen bis mittelgrossen bewaldeten Inselbergen. Das Motiv tauchte auch bei James-Bond-Filmen auf. Diese Bucht ist ein Muss!

 

 Am nächsten Morgen geht es zurück in den Kreuzfahrtterminal und mit dem Bus zurück in die Stadt. Für diese Nacht haben wir im Sheraton Hanoi eingecheckt und am nächsten Morgen geht es mit Vietnam-Airlines nach Hoi An. Dieser Flug ging ebenfalls dieses Mal gegen Geld aber trotzdem sehr günstig mit Business Class. Der Service an Bord auch hier weltklasse.

Regenzeit!! Wir waren in einem Zustand von permanentem Regen gelandet. Sabine hatte vor der Abreise eine glückliche Eingebung gehabt und 2 Regencapes mitgenommen, die sie vorher in Hamburg eigentlich als Geschenk für Freunde gekauft hatte. Diese Capes haben den Regen etwas erträglicher gemacht und wir konnten uns damit bewegen. Vom Hotel in die Altstadt waren es zu Fuss etwa 10 Minuten zu laufen und dort konnte man sich in zahllosen Geschäften und Lokalitäten bewegen. Wir haben dann viele Leute gesehen, die zwar auch mit Regenkleidung aber einfach barfuss gegangen sind. Denn es war relativ warm. Die Regenpausen hat man natürlich um so mehr genossen. Sehr empfehlenswert sind die Designer-Geschäfte, in denen Kleidung nach Mass und individuell angefertigt wird. Das wird dort innerhalb von 2 Tagen gefertigt und ins Hotel geliefert. Wir haben ordentlich zugeschlagen. 

Das hätte kaum jemand erwartet: Silvester in Hoi An. Eine professionelle Bühnenshow, eine Explosion von Farben und Gesängen und wir mittendrin. Das Bühnenprogramm bot Abwechslung von Tanz und Gesang, zwischendurch immer wieder Lotteriegewinner, die ihre Preise abholten. Ein Blick herum, kaum Europäer, begeisterte Blicke auf das, was die Bühne bot. Uns gefielen auch die Moderatoren gut, obwohl wir kein Wort verstanden haben. Die Ansagen wirkten gekonnt und sehr professionell. Wir waren sehr angetan und so kullerten auch ein paar Tränchen kurz vor 24 Uhr. Das Lied "We are the world", vorgetragen in Landestracht von Kindergesichtern auf der Leinwand, sichtbar für alle. Jeder hat plötzlich eine Kerze im Papierboot in der Hand.  Hunderte von Lichtern scheinen in die Nacht im Takt wippend zu "We are the world". So fühlen sich alle vereint in einer auf einmal globalen Welt. Dann der vietnamesische Countdown .... Ein Feuerwerk zündet am Bühnenrand und plötzlich und abrupt ändert sich die Szenerie auf der Bühne. Eine sexy D-Jane rockt das Mischpult und jetzt startet das Feuerwerk auch am Fluss. Neben uns der Volkspolizist inmitten der tobenden Menge. Wow, unvergesslich!!          

Am Neujahrstag alles wie immer in diesem schönen Städtchen. Und am Abend schwimmen die Kerzen wieder auf dem Fluss.

Es gibt eine alte Tempel-Anlage My Son, für die wir einen Ausflug gebucht hatten. Die Fahrt ging mit dem berühmten Kleinbus mitten durch das Land. Regen, Regen, Regen.  My Son liegt etwa 50 km ausserhalb von Hoi An. Zwischen dem 5. und dem 13. Jahrhundert wurden etwa 70 Tempel gebaut. Der Komplex ist UNESCO Weltkulturerbe. Die Anlage ist irgendwie magisch. Durch den Regen war der Rundgang etwas beschwerlich, gleichzeitig wirkte das ganze aber irgendwie mystisch. Auf der Rückfahrt habe ich nach sanftem Nachdruck erreicht, dass ich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen konnte. Hinten war es für mich einfach zu eng. Autos für kleine Leute eben. Dadurch hatte ich aber die Chance, mit dem Ipad die Fahrt zu filmen. Der Fahrer hat eine CD mit Titeln aus den 80er gespielt, "Seasons in the sun", "San Francisco" usw.

Irgendwie hatten wir dieses Städtchen in unser Herz geschlossen. Mit dem Regen hatten wir uns arrangiert, die Altstadt mit dem Leben auf und am Fluss hatte einen eigenen Takt. Trotzdem mussten wir Abschied nehmen und das Flugzeug nach Hanoi nehmen. Dort haben wieder im Sheraton gewohnt und weitere Teile der Stadt erkundet. Die Last Drinks haben wir im Interconti nebenan genommen. Beide Hotels liegen relativ zentral in schöner Umgebung am grossen Stadtsee ähnlich der Aussenalster in Hamburg.    

Flug von Hanoi nach Istanbul wieder über Nacht. In Istanbul haben wir in der Lounge ein Duschbad genommen und anschliessend gefrühstückt. So konnten wir die letzte Etappe nach Hamburg etwas ausgeruhter antreten. 

Die Versorgung mit mobilem Internet versuchten wir vorher mit Vodafone zu klären. Doch für Vietnam gibt es Angebote, die für den Notfall ok sein mögen, für den normalen Bedarf (Googel-Maps, chatten und posten) jedoch kaum genügen. Daher haben wir überlegt, das hier vor Ort zu klären. Und siehe da in einem Electronic-Shop in Hanoi konnten wir einen Mobilen Hot Spot für 4 G für etwa 90 Euro kaufen. Die Sim-Daten-Karten gibt es in offiziellen Telefonshops (z.B. Viettel) gegen Vorlage des Reisepasses. Die Karten werden sofort freigeschaltet und können danach in den Hot Spot eingesteckt werden. Hat bei uns sofort super geklappt. Wir haben 1 Karte für 3 GB gekauft und diese einmal nachgeladen. die 2. Aufladung haben wir nicht mehr verbraucht. Der Hot Spot kann über USB nachgeladen werden und hält etwa 10 Stunden je nach Betrieb.

 

 

 

 

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