Sardinien - Einfach legendär

Wir sind jetzt auf dem Weg nach Sardinien und landen in Olbia. Von dieser Insel geht es weiter nach Korsika. Die Inseln unterscheiden sich jedoch stark voneinander, daher widmen wir ihnen jeweils ein eigenes Kapitel. 

  

Im Mietwagenzentrum vom Flughafen Olbia ist der Teufel los. Es dauert etwas, bis wir unserer Fiat Panda übernehmen können. Dann geht es zum Ecoparco Neule auf einer Anhöhe, der Weg ist teilweise etwas rustikal. Hier muss man erst einmal ankommen und mental auf Leerlauf schalten. Das Publikum ist international und verbringt die Nacht im Reisemobil, im Zelt oder in einem kleinen Bungalow (wie wir). 

Zum Ecoparco gehört ein See auf dem eine Bootsfahrt angeboten wird. Der Skipper zeigt wie die Wasserqualität auf dem See überwacht wird und entnimmt mit einem Glasbecher etwas Wasser aus dem See. Zu seinem Erschrecken habe ich das Glas genommen und ausgetrunken.  Der hat vielleicht geguckt. Dann legt er irgendwo vor einem Berg an und zeigt auf eine kleine Kapelle auf dem Berg. Da sollen wir heraufklettern. Zu Mittag bindet er irgendwo an einer Felswand an und breitet ein ausgezeichnetes sardisches Buffet im Boot aus. Anschliessend geht es zurück zum Camp zum Chillen oder reiten (wer will). Der Abend schliesst mit einem umfangreichen und sehr leckeren  Barbeque für alle zusammen an grossen Tischen. 

Nun stand ein Ausflug Richtung Cala Coloritze auf dem Programm. Es soll einer der schönsten Strände sein. Auf dem Weg dahin kamen wir wir durch den Baunei Natur-Park, wo Wildschweine und Esel völlig frei herumliefen. Dann parkten wir das Auto und machten uns auf den Weg. Als total naive Städter nahmen wir eine 0,7 l Flasche Wasser mit, der Wärter am Eingang zum Anstieg hatte lediglich unsere leichten Sneaker moniert. Der Anstieg begann um die Mittagszeit bei sengender Hitze. Bergauf war soweit ok, dann ging es auf der anderen Seite des Berges wieder abwärts. Und nun kamen uns immer mehr Leute entgegen, die schon wieder auf dem Rückweg waren. Ich weiss nicht, wer von denen wirklich am Strand war. Jeder erzählte uns, es seien nur noch etwa 20 Minuten. Es war ja ganz einfach so bergab, das Meer war zu sehen. Trotzdem wurde ich immer unruhiger und hatte den Pegel in der Flasche vor Augen. Ausserdem dachte ich, dass wir jeden Meter den wir nach unten gingen, auch wieder bergauf zurück mussten. Wir wissen nicht mehr, wie weit es wirklich noch zum Strand war, als wir beschlossen umzukehren. Da spielte sich vor meinen Augen der Film ab, den man von Leuten in der Wüste gesehen hat, wenn der Wasservorrat schrumpfte. Da waren Leute, die uns aus ihrem Vorrat eine Flasche Wasser schenkten, andere gaben uns eine Frühstücksportion Nutella gegen eine mögliche Unterzuckerung. Der Aufstieg zurück ging dann doch schneller und leichter als ich erwartet hatte. Vom Gipfel aus sahen wir den Parkplatz mit dem Restaurant und von da ab flogen die Füsse nur noch über den Boden. Vor dem Restaurant kam uns die Familie entgegen, die uns das Wasser geschenkt hatten, wir fielen uns in die Arme. Selten haben wir die kalte Getränke so genossen. 

Unter Seglern hat die Insel am nördlichen Ende ein Paradies zu bieten. Porto Cervo an der Costa Smeralda ist Ausgangspunkt für weltberühmte Segelregatten. Das Ganze hat einen karibischen Flair. Im Örtchen Stintino nicht weit entfernt lässt es sich auch ausgezeichnet verweilen. In der Marine von Porto Cervo kann ich natürlich endlos bleiben und beobachten. Man sollte aber nicht verschweigen, dass die ganze Anlage hier schon etwas in die Jahre gekommen ist. Es wirkt jedoch sehr gepflegt, nicht so steril und durchaus charmant. 

Ein sehr sehenswertes Museum, das in jedem Reiseführer zu finden ist. Wir sind eigentlich durch Zufall vorbeigekommen, fanden auf Anhieb einen Parkplatz und sind durch die engen Räume gekrochen. Eine junge und kompetente Dame hat uns mit Informationen versorgt. Das in den Felsen gebaute "Haus" ist natürlich ein Hingucker. Von dort ging es weiter in die Alstadt von Alghero 

Ein nächster wunderschöner Tag führt uns von Palau zur Inselwelt des La Maddalena Archipels. Wir besuchen die über einen Strassendamm verbundene Insel Caprera. Hier in der Casa Museo de Garibaldi schauen wir uns an wo sich der italienische Nationalheld Giuseppe Garibaldi (1807 - 1882) zur Ruhe gesetzt hat und wo er begraben ist.

Auf der Rückfahrt wartete ein weiteres Highlight auf uns. Capo Testa ist eine faszinierende Felsenwelt und wird auch der Friedhof der Steine genannt (cimitero dispassi). Die See bricht sich permanent an den Felsen und dabei türmen sich regelmässig gewaltige Brecher auf. Das ist ein fantastisches Schauspiel der Natur. Am nächsten Tag heisst es Abschied nehmen von Sardinien. Von Santa Teresa geht die Autofähre in das etwa 12 km entfernte Bonifacio auf Korsika. Dazu mehr im nächsten Kapitel.   

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